Menstruation Myths

  • Datum -
  • Ort
    Festivalzentrale: Atelier Augarten
  • MenstruationMyths_PMS Laia Abril, PMS, aus der Serie: Menstruation Myths, 2018-2021 © Laia Abril, Courtesy: Les Filles du Calvaire, Paris
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Menschen, die menstruieren, verbringen durchschnittlich 1800 Tage ihres Lebens mit ihrer Periode. Da diese vielerorts als unsauber gilt und tabuisiert wird, führen falsche Annahmen in unterschiedlichen Kulturen dazu, dass Menschen isoliert werden, verunsichert darüber, was mit ihnen geschieht; sie schweigen und haben oftmals sogar Angst, die Schule zu besuchen. In einigen Teilen der Welt ist es Menstruierenden untersagt, zu kochen oder bestimmte Speisen zu essen; sie dürfen kein Wasser berühren, nicht beten, sich nicht frei bewegen, keinen Sex haben oder nicht im eigenen Bett schlafen. Die Tabuisierung der Menstruation hat nicht nur soziale, wirtschaftliche und kulturelle Auswirkungen, sondern auch direkte körperliche Folgen wie extreme Schmerzen, kräftezehrende Symptome ohne erkennbare Ursache und zu wenig erforschte gynäkologische Krankheiten. Führt der Mangel an Wissen vielleicht dazu, das Leiden der Frauen fortzuschreiben?

Menstruation Myths erforscht diese Gedankengänge und erschafft ein veränderliches, offenes Narrativ. Es ist Teil von Laia Abrils umfassenderer Werkserie A History of Misogyny, in der sie hinterfragt, was es bedeutet, eine Frau in einer Gesellschaft zu sein, die den Menstruationszyklus ignoriert. Das Kapitel untersucht Mythen und ihre kulturellen Ursprünge, befasst sich jedoch auch mit aktuellen Gegebenheiten und deren Auswirkungen. Indem die Installation sowohl die Forschungsergebnisse als auch die visuellen Metaphern präsentiert, trägt sie zu einem besseren Verständnis der Politik des Schmerzes und der Aus- wirkungen von mangelhafter Bildung und Verschweigen bei.


Künstlerin: Laia Abril

1 Festivalzentrale: Atelier Augarten
Scherzergasse 1A, 1020


Ausstellungsdauer
09. – 27. März 2022
täglich 11:00– 19:00


Eröffnung
09. März, 17:00